Kultur Archäologische Ausgrabungsstätten im Südwesten Sardiniens

Das Gebiet von Pula ist schon seit dem nuraghischen Zeitalter besiedelt, weshalb hier auch zahlreiche Zeugnisse längst vergangener Zeiten zu sehen sind. Das archäologische Ausgrabungsgebiet von Nora ist sicherlich eines der berühmtesten seiner Art auf Sardinien.

Amphitheater, Aussichtstürme, Kirchen und ganze Städte... Die Monumente von Pula sind heute fester Bestandteil eines eindrucksvollen natürlichen Szenarios und machen den ganz besonderen Reiz dieser Gegend aus.

Ein paar Tipps?
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Archäologisches Ausgrabungsgebiet Nora

Nora liegt auf einer Halbinsel direkt am Meer und war eine der ersten phönizischen Siedlungen auf Sardinien. Der Legende nach wurde sie von dem Helden Norax gegründet. Im punischen Zeitalter wurde Nora zu einem wichtigen Verwaltungs-, Kult- und Handelszentrum, aber der größte Teil der heute noch sichtbaren Gebäude geht auf das Zeitalter der Römer zurück: das Forum, das Theater, die Kultstätten, die Thermen, die Herrenhäuser und die Mosaike. Das archäologische Ausgrabungsgebiet ist für Besucher geöffnet und im Sommer ist es auch die faszinierende Kulisse zahlreicher Konzerte, Festivals und Veranstaltungen.

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Kirche von Sant'Efisio

In der Nähe von Nora steht ein kleines Schmuckstück aus dem 12. Jh.: Die Kirche von Sant'Efisio, die der Tradition gemäß am Ort des Martyriums des Heiligen errichtet wurde. Die Kirche ist auch der Ausgangspunkt der großen Prozession, mit welcher Anfang Mai dem Heiligen gedacht wird. Diese Prozession führt von der gleichnamigen Kirche in Cagliari, wo die Statue das ganze Jahr über zu sehen ist, bis nach Nora. Die Kirche wurde aus Sand- und Kalksteinblöcken auf der ursprünglichen Wallfahrtsstätte aus dem Frühmittelalter errichtet. Diese kleine romanische Kirche zeichnet sich durch einfache, strenge Linien aus und ihr Reiz geht nicht zuletzt auf die Lage zurück: ein eindrucksvoller Ort des Kultes in unmittelbarer Nähe zum Meer.

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Museo Civico Archeologico Giovanni Patroni

Im historischen Stadtkern von Pula befindet sich das Museum Patroni, in dem archäologische Fundstücke der Ausgrabungsstätten von Nora und aus der näheren Umgebung ausgestellt sind. Zu den verschiedenen Fundstücken zählen Gegenstände aus dem täglichen Leben und Kultgegenstände sowie Fundstücke aus der Nekropolis von Nora, wie eine goldene Klinge mit dem Bild der Gorgone, die auch im Logo des Museums zu sehen ist. Eine interessante Abteilung ist den Unterwasserfundstücken gewidmet. Es ist eine Erweiterung der Ausstellung geplant mit Einrichtung eines Labors, in dem den Besuchern gezeigt werden soll, wie die Fundstücke restauriert werden. 

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Torre del Coltellazzo

Dieser Turm wurde gegen Ende des 16. Jh. von den Spaniern auf der gleichnamigen Landspitze errichtet und von hier aus überblickt man das gesamte archäologische Ausgrabungsgebiet von Nora. Er wurde vermutlich aus Überresten der punischen Stadt erbaut. Der Turm war Teil des Verteidigungsnetzes der Spanier zum Schutz vor Überfällen der Barbaren, mit dem die Buchten und Fischereianlagen vor Übergriffen geschützt werden sollten. Von hier aus steht man in Blickkontakt mit den nahegelegenen Türmen von Cala d’Ostia, San Macario und dem Torre del Diavolo (Sarroch). Der Turm bietet einen einzigartigen Ausblick auf die umliegende Küste. Er wurde vor kurzem instand gesetzt und ist für Besucher geöffnet.

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Torre di Cala d'Ostia

Dieser Turm wurde unter sabaudischer Herrschaft an der Küste von Santa Margherita di Pula in der Nähe der Überreste des gleichnamigen spanischen Turms errichtet, der bei einem Unfall 1773 explodierte. Der Turm steht in der Mündung des Rio Pedras de Fogu und wurde zu Verteidigungszwecken errichtet: Er sollte die über das Meer einfallenden Fremden davon abhalten, Süßwasser an Bord zu holen und entlang der Ebene von Santa Margherita zu landen, von wo aus es einfach gewesen wäre, Pula zu erreichen und die Stadt anzugreifen.

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